Aktuelles

Wolken, Regen, Sonnenschein….Wenn Kinder trauern

Workshop im „Haus der Familie“ am Ritten

Fr., 16.04.2021 ab 15:30 Uhr – Sa., 17.04.2021 Fotocollage für HPbis 15:30 Uhr

 

Kinder trauern – nur anders als Erwachsene. Sie haben einen spontanen und natürlichen Zugang, der auf Außenstehende oft missverständlich wirkt und nur scheinbar den Eindruck erweckt, vom Geschehenen nicht besonders betroffen zu sein.

Ihre natürliche und sprunghafte Art zu trauern, gilt es zu erkennen, zuzulassen und den Kindern gleichzeitig beizustehen, damit sie sich in der veränderten Lebenssituation neu finden und für sich Ordnung und Struktur herstellen können.

Der Workshop gibt Raum, um sich in einem naturverbundenen Umfeld der Kindertrauer kreativ zu öffnen.

Infos & Anmeldung

 

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Eine Reise zu deiner inneren Stärke

Workshop am 08.Mai 2021 iBrunnen Villoldom Kloster Neustift

Wir alle haben von Kindheit an eine verborgene Kraftquelle in uns. Oft ist der Zugang aber irgendwie verstopft und sie sprudelt nicht mehr. Gerade in Zeiten, wo wir hoffnungs- und orientierungslos von einem Tag zum nächsten taumeln, brauchen wir diese Quelle. Sie ist eine unbezahlbare Tankstelle. Krisen- und Trauerzeiten fordern uns in unserem ganzen Wesen, geistig und körperlich. Aber aus einem leeren Brunnen kann ich kein Wasser schöpfen!

In diesem Workshop erfahren wir biologische Zusammenhänge zwischen Körper und Geist. Im praktischen Teil entdecken und aktivieren wir unsere Kraftquelle und lernen einige Techniken, wie wir diese in den Alltag integrieren.

Zur Anmeldung

 

 

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Worin Puzzle die Trauer positiv beeinflusst….

Puzzle 1Puzzle 2

 

Im Puzzeln steckt eine unglaubliche Symbolkraft: ich sortiere einen Trümmerhaufen und erschaffe Schritt für Schritt ein neues Bild!

Spielen verbindest du wohl eher mit Leichtigkeit und Glücklichsein – Gefühle, die zwar auch in der Trauer sein dürfen und sollen, aber halt unvorstellbar zuzulassen sind.

Deswegen ist es so wertvoll, dass du dir etwas suchst, das dir hilft, einen kurzen Moment der Leichtigkeit und des Glücklichsein zu erleben.

„Puzzeln“ kann dich da in so vielen Aspekten unterstützen:

  • fördert die Konzentrationsfähigkeit (jeder Trauernde weiß, wie schwer es fällt, sich auf etwas zu konzentrieren bzw. ist in der Erinnerungsfähigkeit beeinträchtigt)
  • erfordert ein strukturiertes Vorgehen, einen Plan
  • fördert die Handlungsfähigkeit (von alleine wird es nicht fertig)
  • ermöglicht einen Glücksmoment (wenn man ein Teilchen ewig gesucht und endlich gefunden hat)
  • schafft einen Moment der Ruhe, einen meditativen Zustand
  • regt die Produktion des Glückshormons „Dopamin“ an, das wiederum für seelisches Gleichgewicht hilft
  • und und und….

Wenn du mehr dazu wissen möchtest, solltest du unbedingt die 10 positive Effekte durch das Puzzlespiel

auf Spielezar.ch

nachlesen.

 

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Lebendig trauern! Spiel- und Kreativgruppe für trauernde Kinder

Im April startet wieder die Gruppe für trauernde Kinder! Und zwar in Brixen und Bruneck!

  • ermöglicht den Austausch mit Gleichaltrigen mit einer ähnlichen Erfahrung
  • vermittelt das Gefühl, nicht der/die Einzige mit einem schmerzhaften Erlebnis zu sein
  • verstärkt das Sicherheits- und Geborgenheitsgefühl
  • erleichtert das „Sich-Öffnen“ für die Trauer
Unser spielerisches und kreatives Angebot unterstützt die Kinder im

  • Gefühlszugang und –ausdruck
  • Finden der eigenen Fähigkeiten und Stärken
  • Pflegen der Erinnerungen an den Verstorbenen
  • Aufbau einer neuen Beziehung zum Verstorbenen
  • Vermittlung von Struktur und Sicherheit durch den Einbau von Ritualen

Dabei kann jedes Kind selbst entscheiden, was es erzählen und wie weit es sich öffnen möchte.

  • Sie lernen sich und ihre Gefühlswelt besser kennen
  • Sie machen die wertvolle Erfahrung, dass sie selber Stärken haben und sich auf diese verlassen können.
  • Sie lernen, respektvoll in der Gruppe miteinander umzugehen und sich in Andere einzufühlen.
  • Sie erfahren, dass Veränderung/Verlust/Schmerz ein natürlicher Teil des Lebens sind. Dabei entwickeln sie ihr eigenes Weltbild.
  • Sie erkennen, dass sie selbst etwas tun können in und mit ihrem Schicksal.
  • Sie merken, dass ihre Bedürfnisse und Gefühle von Bedeutung sind und sie von ihrer Familie und vom Umfeld gesehen werden.

 

Kurz zusammengefasst:

Kinder werden in ihrer Persönlichkeit gestärkt, wenn sie trauern können. Ihre Resilienz – ihre Fähigkeit, mit herausfordernden Situationen im Leben umzugehen – wird gekräftigt. Und sie haben die Erfahrung gemacht, dass der Tod ihre Welt zwar ordentlich durchrüttelt, aber sie selber dabei nicht mit untergehen. Eine Begleitung in der Gruppe leistet hierzu einen wertvollen Beitrag und wird den Trauerprozess lebendig gestalten.

Wann? Ab April 2021 in Brixen und Bruneck, 2mal monatlich für 10 Treffen

Für wen? Kinder zwischen 5 und 14 Jahre (es werden kleine, altersgemäße Gruppen eingeteilt.)

Kosten: € 370,00 / € 295,00 für das Geschwisterkind (individuelle Absprache bei finanziellen Schwierigkeiten möglich). Im Preis enthalten sind: 10 Gruppentreffen á 1,5h, Vorgespräch mit den Eltern, Bastelmaterial.

Weitere Infos: gabriela@farfallina.info, Tel. +39 329 2640804

Anmeldung Info Flyer herunterladenFlyer für Kinder herunterladen

Es sollten sich mindestens 3 Kinder anmelden, damit die Gruppe stattfindet. Entsprechend der Teilnehmerzahl könnten die Treffen auch nur an einem Ort stattfinden. Der genaue Starttermin wird festgelegt, sobald die gesetzlichen Rahmenbedingungen bezüglich Corona es erlauben.

 

Flyer für Kinder_Flyer für Kinder

 

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Info-Abend für Lehrgang Kindertrauerbegleiter

Ausbildung Kindertrauerbegleitung

Im Mai 2021 (18.-22.05.2021) darf ich für den KVW in Meran den Lehrgang „Trauerbegleitung bei Kindern“ leiten, der mit dem Zertifikat der Akademie Aidenried abschließt.

Dazu findet am Donnerstg, 25.02.2021 um 18.30 Uhr – 20.00 Uhr eine Informationsveranstaltung über Zoom statt.

Hier geht es zur Anmeldung
Kostenloser Info-Abend

Das Curriculum zur Ausbildung findet ihr hier:

Curriculum Ausbildung Trauerbegleitung bei Kindern_27.7.2020

 

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Ausbildung Kindertrauerbegleitung

Ausbildung Kindertrauerbegleitung

Was berührt uns?

Schon länger merke ich, dass sich vermehrt Menschen aus meinem Umfeld mit Themen beschäftigen, die sie tiefer berühren und erfüllen. Dazu gehören auf jeden Fall  die Auseinandersetzung mit grundlegenden Werten wie Hilfsbereitschaft, Mitgefühl, Dankbarkeit. Aber auch das Sich-Öffnen für die Vergänglichkeit, die Suche nach Verankerung, die Sehnsucht nach Erfüllung.

Gehörst du dazu?

In meiner Arbeit als Begleiterin von trauernden Kindern und Familien lebe ich das fast täglich. Sowohl in der Zeit mit den Kindern/Familien selbst als auch in der Vorbereitung und Fortbildung.

Fühlst du dich angesprochen?

Dann vertraue drauf! Schon morgen kann deine Offenheit, dein Mitgefühl, dein Mut einem trauernden Kind die helfende Hand sein. Die Ausbildung zur Kindertrauerbegleitung kann dir dabei helfen, Verständnis für das Gefühlsleben der trauernden Kinder zu entwickeln. Du erwirbst grundlegendes Wissen und erhälst konkretes Werkzeug, wie du die Kleinen spielerisch und kreativ unterstützen kannst.

Wo?

KVW Meran

Wann?

18.Mai – 22.Mai 2021 (neuer Termin!!)

Für wen?
Es spielt keine Rolle, ob man sich beruflich in diese Richtung entwickeln möchte, oder es ein Anliegen ist, trauernden Kindern im privaten Umfeld mit der richtigen Einfühlsamkeit zu begegnen.

Teilnahmegebühr

€ 675,00 inkl. Zertifikat (Landesförderung für berufliche Weiterbildung möglich)

Jetzt anmelden:

KVW Meran

 

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Online Vortrag „Trauer erLeben“

Trauer ist keine Krankheit, Trauer ist ein Gefühl! Wir brauchen die Trauer mit all ihren Facetten, um den Verlust, der in unser Leben getreten ist, zu begreifen, zu spüren und ihm einen „guten“ Platz in unserem Leben zu geben.

Der Vortrag soll sowohl Betroffenen als auch dem Umfeld helfen, Verständnis für den Trauerprozess zu entwickeln und zeigt Möglichkeiten auf, den Weg durch den Schmerz zu gehen und Trauernde heilsam zu unterstützen.

Anmeldung / Info:
Bildungsausschuss Niederdorf, Luisa Jaeger, 348 032 8165, luisa.jaeger61@gmail.co

oder direkt über den Zoom-Link einsteigen https://zoom.us/j/92028944739

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Abschied in Corona-Zeiten

Sterben und Trauer in Corona-Zeiten:

Nähe schaffen trotz Kontaktbeschränkung – einen Abschied in Würde gestalten!

 

„Sterben ist nicht vorrangig ein medizinisches Ereignis und wir müssen damit aufhören, es als solches zu behandeln. Es ist vielmehr ein Thema von Beziehungen. Beziehung zu uns selbst, zu denen, die wir lieben. Zu Gott oder wie auch immer unser Bild von der letztendlichen Güte im Leben aussieht.“ Frank Ostaseski, Zen-Hospice San Francisco

 

Und auch die Palliativmediziner sind sich einig: eine der größten Ängste am Lebensende ist die Einsamkeit. Wir Menschen sind soziale Wesen und als solche beziehungsabhängig. Wir brauchen andere Menschen!

 

Das, was Sterbende und ihre Angehörigen derzeit erleben, grenzt an seelische, emotionale, psychische Folter. Menschen sterben alleine – im Krankenhaus oder im Altersheim. Mit Corona oder ohne. Keiner darf da sein, um die Hand zu halten, um Erinnerungen auszutauschen, um etwas Unausgesprochenes zu klären, um noch einmal „du bist mir so wichtig“ oder „Pfiati“ zu sagen. Ein prägender Moment auch für die Hinterbliebenen.

 

Der Sterbende und seine Angehörige sind mit dem existentiellsten Lebensthema überhaupt konfrontiert und müssen akzeptieren, dass sie ihren Liebsten nicht beistehen können. „Unsere größte Hoffnung ist es, dass unsere Mutter wusste, dass wir nicht kommen durften! Und nicht „nicht wollten“, sagt eine betroffene Frau, deren Mutter alleine im Krankenhaus verstorben ist.

 

Aus der Sterbe- und Trauerforschung  weiß man längst, dass ein würdiger Abschied das Fundament für eine lebensfördernde Trauer ist. Fehlt dieser, kann es zu einer Unterbrechung bzw. sogar Abbruch des Trauerprozesses kommen und psychische Folgen haben.

 

Traditionelle und starke Trauerrituale werden unterbunden: das Waschen, Ankleiden, Aufbahren, Beerdigen, Anteilnahme durch Händedruck oder Umarmung, „Totenmahlele“….alles wird reglementiert und „auf Distanz gehalten“. Dabei ist es genau die Nähe, die Betroffene brauchen, um den Verlust eines geliebten Menschen  zu verarbeiten. Die Familie und Freunde sind die allerwichtigste Stütze! Sie helfen „auszuhalten“, „da-zu-sein“, „zu schweigen-zu weinen-zu schreien“ und unterstützen bei den alltäglichsten Dingen: Kochen, Waschen, einkaufen.

 

Eine Berührung oder ein kleines Lächeln können die Welt für einen Moment verändern!

 

„Im Moment beerdigen wir Menschlichkeit, Mitgefühl und Würde“ schreibt meine Kollegin Murielle Kälin von www.schlusslicht.ch. Ja, so ist es wohl! Die Würde im Sterben und die Würde im Abschied und der Trauer gibt es so nicht mehr.

 

Trauernde dürfen eines nicht vergessen: es gibt da eine innige Verbindung, die sie mit dem Verstorbenen im Leben hatten. Und die kann der Tod nicht nehmen! Ich ermutige alle, nicht hilflos und ohnmächtig zu bleiben und gemeinsam mit Familie und Freunden zu schauen, wie man trotz Kontaktbeschränkung Nähe schaffen kann:

  • Einen vertrauten Ort aufsuchen, an dem man gemeinsam schöne Momente verbracht hat
  • Vertraute Musik hören oder vertraute Gerüche riechen (das Lieblingsgericht des Sterbenden kochen)
  • Die eigene Stimme durch eine Sprachnachricht oder Anruf in das Sterbezimmer bringen.
  • Einen Brief schreiben oder ein Bild malen und in den Sarg legen
  • Einen Finger- oder Handabdruck vom Verstorbenen machen oder eine Haarlocke abschneiden. Damit kann ein „Begreifen“ des Unfassbaren auch aus der Ferne erleichtert werden.
  • Die Abschiedsfeier für einen späteren Moment vorbereiten (Musik, Texte, Abschiedsworte, wo wieder alle Freunde und Bekannte teilnehmen können.
  • Erinnerungen sammeln, Foto- oder Videocollage gestalten, und bei der Abschiedsfeier vortragen.
  • Lichterherz in der Leichenkapelle, indem jeder, der einzeln Abschied nimmt, eine Kerze um den Sarg herum entzündet und so seine Anteilnahme sichtbar macht und für eine besondere Stimmung sorgt.

Um nur einige Beispiele zu nennen. Der eigenen Kreativität und Willenskraft seien keine Grenzen gesetzt.

 

Holt euch Hilfe, wo immer es irgendwie möglich ist.

 

Die Zukunft wird es zeigen, wie sich das Erleben dieser besonderen Zeit auf unsere Sterbe- und Trauerkultur auswirken wird. Ich hoffe sehr, dass wir offener, aufrichtiger und menschlicher mit diesen Themen umgehen und sie ins Leben holen!

 

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