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Was wir von Trauernden lernen können….

herz

Bei einem Telefongespräch heute mit einer Mama, die vor kurzem ihren Sohn verloren hat, hat mich eine Aussage von ihr sehr berührt.

Und zwar hat sie festgestellt, dass viele Menschen im Moment nicht klar kommen mit der Situation, nicht aus dem Haus gehen zu dürfen und ihre sozialen Kontakte einschränken zu müssen. Dass sie es sozusagen oft „nicht mehr aushalten“. (Was ja auch nachvollziehbar ist).

Sie zog eine Parallele zu Trauernden. Sie müssen aushalten! Sie müssen sich damit abfinden, dass ihr Sohn-Tochter-Partner-Schwester-Bruder…. nie mehr kommt. Und sie müssen mit einem um 360° veränderten Alltag zurechtkommen. Für immer. Und nicht nur für 1-2 Monate…..

Mein tiefster Respekt allen Betroffenen, die immer wieder aufstehen und tun, was für ihre Liebsten getan werden muss. Die immer wieder den Mut aufbringen, sich dem Schmerz zu stellen. Die sich jeden Tag der Leere stellen, die sich vor allem anfangs in ihrem Herzen befindet. Die aushalten lernen müsen. Die flexibel werden und lernen, sich immer neuen Situationen anzupassen. Die die Kraft finden, nach Wegen und Ressourcen für eine heilsame Entwicklung zu suchen.

Und die dann mit der Zeit ein tiefes Vertrauen entwickeln, dass die Liebe weit mehr als ein Gefühl ist. Sie ist die Kraft, die uns trägt und uns Zuversicht gibt: „Sie sind nicht weg, nur anders da.“ (Ernst Schneck)