Über mich

Gabriela Mair am Tinkhof

Ich wurde im August 1978 in Neustift geboren und wuchs in einer liebevollen Familie und mit vielen Kindern auf.
Nach meiner Ausbildung zur Direktionsassistentin in der Hotellerie/Gastronomie arbeitete ich auch mehrere Jahre in dieser Branche.
Von 2005 bis 2009 wagte ich hingegen als Gesellschafterin der „Weingalerie“ in Brixen den Schritt in die Selbstständigkeit.

Der Tod ist schon sehr früh in mein Leben getreten

1991 ist mein damals 8 jähriger Bruder Alex bei einem Autounfall verstorben, 1998 meine beiden Großeltern, auch bei einem Autounfall. Im August 2008 ist dann meine 1.Tochter Emma geboren und musste aufgrund einer Unterversorgung mit Sauerstoffmangel über 15 Min. reanimiert werden. Sie hat aber gekämpft und wollte leben. Paula, meine 2. Tochter, hingegen hat sich anders entschieden. Sie ist im Juni 2009 in der 28. SSW viel zu früh und mit einem Gendefekt auf die Welt gekommen. Dieser war aber nicht lebensbedrohlich und so haben wir anfangs einfach mit den vielen Begleiterscheinungen ihrer Frühgeburtlichkeit und ihres genetischen Defekts gelebt. Bis sie im November 2012 nach einem akuten Leberversagen und 4 Tagen auf der Innsbrucker Kinder-Intensivstation verstorben ist.

Ein Moment in meinem Leben, der alles veränderte.

Diese Ereignisse haben mich in meiner Persönlichkeit sehr gezeichnet. Sehr bald verspürte ich eine tiefe Sehnsucht, mich näher mit dem Thema Tod und Sterben zu beschäftigen. Also meldete ich mich zu einer Ausbildung für Krisen- und Trauerbegleitung an der Akademie Aidenried am Ammersee (D) an. In dieser Zeit ist in mir der starke Wunsch gereift, die Begleitung von sterbenden und trauernden Menschen zu meinem Arbeitsinhalt zu formen. Mit der Leiterin Gudrun Huber habe ich einen sehr sehr wertvollen und einfühlsamen Menschen an meiner Seite, der mich in meinem Vorhaben von Anfang an unterstützte. Meine Gedanken, die Inhalte bzw. der Aufbau meiner Begleitung sowie teilweise auch Texte und Fachinformationen basieren auf dem Curriculum der Akademie Aidenried.

Wieso habe ich mich für „Farfallina“ entschieden?

Während meiner fast 2jährigen Ausbildung war es eine der vielen selbsterfahrungsorientierten Übungen, den Namen des Verstorbenen zu malen. Als ich „Paula“ dann ausschmückte, kam der Schmetterling. Für mich ein Symbol, das ganz intuitiv und von Anfang an in der Trauerphase ein Anker war.

„Erst wenn alle Arbeit getan ist, wofür wir auf die Erde kamen, dürfen wir unseren Körper ablegen. Er umschließt die Seele, wie die Puppe den künftigen, schönen Schmetterling.“

Dr. Elisabeth Kübler-Ross, Schweizer Psychiaterin und weltweit anerkannte Sterbeforscherin

Bald kamen mir die Zeichnungen von Katharina Oberhollenzer unter. Katharina kommt aus St. Lorenzen und ist im Alter von 11 Jahren bei einem Autounfall verstorben. Ihre Eltern haben ein kleines Büchlein veröffentlicht mit Zeichnungen und zutiefst berührenden Worten und Aufsätzen von Katharina, die kurz vor ihrem Tod entstanden sind. Unter anderem der wunderschöne bunte Schmetterling, der nun auch als Bild neben „Farfallina“ wirken darf.

Danke!

An dieser Stelle möchte ich mich zutiefst bei all meinen Wegbegleitern und Unterstützern bedanken. Allen voran bei meiner Familie, die mir unkompliziert und flexibel mit unzähligen Hilfestellungen den Alltag sehr erleichtert. Bei meinen Freunden, die mir motivierenden und einfühlsamen Raum für Schmerz, Ängste und Sorgen, aber auch für Freude und tiefgründige Gespräche geben. Bei Barbara Ebetsberger, Psychologin in Brixen, für ihre professionelle, lebensbejahende Begleitung und die Empfehlung an die Akademie Aidenried, als der Gedanke in mir aufkam, mich tiefer mit dem Thema Tod, Sterben, Trauer zu beschäftigen. Danke dir Gudrun – als Schülerin und als Freundin!